| Konradsblatt: |
| Menschenverachtend: Politiker im Todeskampf
Was die amerikanische Trickfilmserie „Celebrity Deathmatch“ –
übersetzt Todeskampf der Berühmtheiten – zeigt, ist dumpf und
menschenverachtend. Prominente aus Politik, Showbusiness oder Sport verprügeln
sich gegenseitig. Schon seit einiger Zeit sind die Kämpfe Harrisson
Ford gegen Samuel Jackson oder Bill gegen Hillary Clinton auf dem Musiksender
MTV zu sehen. MTV rechtfertigt die Daseinsberechtigung der Serie mit ihrer
„eindeutig satirischen Absicht“. Eine Satire will Missstände oder
bestimmte Anschauungen kritisieren, indem es sie lächerlich macht.
Selbst wenn die allzu oft belanglosen verbalen Hahnenkämpfe auf dem
politischen Parkett, die Phrasen der Sportler und Entertainer danach schreien
lächerlich gemacht zu werden, dann aber bitte nicht auf diese Unart.
Lautstarker Protest ist trotzdem die falsche Reaktion. Das Beispiel Big Brother hat gezeigt: Kritik von Politikern oder Kirchen sorgt nur für höhere Popularität dieser Sendungen und damit für bessere Einschaltquoten bei den ausstrahlenden Sendern. Der Fernsehzuschauer hat ein effektives Mittel zur Bestrafung: umschalten, oder noch besser: ausschalten. Burkhard Schäfers |